Personal Branding: So geht’s!

by Susanne, 21. February 2014, 1 comment

Diese Woche fand unser erstes offizielles Digitalista Event im neuen Jahr statt. Mehr als 60 Gäste kamen, um der Podiumsdiskussion rund um das Thema Personal Branding zu folgen.

Am Panel vertreten waren Ina Sabitzer, Corporate Profiling Expertin, Iv Toshain, bildende Künstlerin, Judith Denkmayr, Geschäftsführerin der Agentur Digital Affairs sowie Iwona Wisniewska, Journalistin beim Webstandard und Bloggerin der ersten Stunde.

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Unsere Expertinnen waren sich einig, dass der Weg zur eigenen Marke zwar oft auch viel mit Glück und Zufall zu tun hat, man eine eigenen Brand jedoch formen kann, indem man sich über das eigene Profil Gedanken macht und damit bewusst das Ziel zur eigenen Markenidentität verfolgt, was dann auch harte Arbeit sein kann.

Die Grundregeln dafür sind laut Ina Sabitzer folgende:

  1. Startpunkt ist die Überlegung zum eigenen Charakter. Wer bin ich? Was macht mich einzigartig? Wofür stehe ich? Wie will ich wahrgenommen werden?
  2. Wie ist/sind meine Rolle(n)? Und was sind die dazu gehörenden Aufträge/Erwartungen an mich?
  3. Welche Themen sind es für die man steht? Im Idealfall schafft man es, dass man als Marke gleich mit einem Thema in Verbindung gebracht wird. Maximal drei bis vier sein. Außerdem sollen im gleichen Schritt die Themen mit entsprechenden Botschaften versehen werden. Je einprägsamer diese sind und je öfter man sie gezielt fallen lässt und öffentlich verbreitet, desto mehr wirkt das auf Marke ein und das bringt Klarheit und Orientierung.
  4. Wo ist man unterwegs? Welche Veranstaltungen machen Sinn und bringen etwas? Welche Interviews? Wo begegnet man der eigenen Marke und wo passt sie dazu? Dazu muss man auch Nein sagen können und zielgerichtet sein. Lieber weniger machen, sich gezielt die Möglichkeiten aussuchen, die zum eigenen Profil passen und nicht auf jedem Kirtag tanzen.

Die Künstlerin Iv Toshain ergänzt dazu, dass man als Künstler immer eine Einheit von Persönlichkeit und Marke ist. Sie spricht daher lieber von Personal Standing. Die Kunst ist der Ausdruck des eigenen Selbst. Auch sie sagt, dass es daher erforderlich ist, zu wissen wer man eigentlich wirklich ist. Nur dann kann man authentisch für etwas stehen.

Judith Denkmayr erklärte, dass es wichtig ist nach außen hin eine Meinung zu vertreten. Das kann manchmal unangenehm sein, aber nur dadurch kann man sich abgrenzen und herausstechen.

Dass man dabei auch ruhig kompromisslos sein soll, weiß Iwona Wisniewska zu berichten: „Ich nehme mir kein Blatt vorm Mund. Je mehr man selbst von sich preisgibt, desto weniger angreifbar wird man. Was sollen mir die Leute vorwerfen, wenn ich ohnehin alles von mir preisgebe.“ Trotzdem solle man nichts machen bei dem man sich unwohl fühlt und sich Zeit geben. Sich selbst nicht unter Druck setzen bringt einen nicht voran. Trotzdem muss man Dinge ausprobieren und aus der eigenen Komfortzone raus.

Für jene die meinen, dass man bei all dem Personal Branding als „Surrogate“ seiner selbst agiert, wie Iv Toshain kritisch anmerkt, hat Denkmayr die passende Antwort: Sie erklärt die drei Seiten einer Person – das Öffentliche, das Persönliche und das Private. Letzteres hat im Social Web bzw. in der Öffentlichkeit nichts verloren. Das Persönliche ist jedoch etwas anderes. Wir sind keine Papp-Aufsteller. Unsere Ecken und Kanten sollen wir präsentieren. Ein persönlicher Blick auf Dinge, eine persönliche Einstellung machen uns zu dem wer wir sind und das sollen wir einbringen.

Ein stimmiges Bild nach außen wird dann erreicht, wenn Fremdbild und Selbstbild nahe beieinander liegen. Dazu ist ständige Selbstreflektion notwendig.

Weitere Infos zum Thema Personal Branding findet ihr im Bestseller Artikel zu „Wie werde ich eine Ich-Marke?“  indem Ina Sabitzer die 10 wichtigsten To-Dos niedergeschrieben hat.

Es war ein gelungener Auftakt des neuen Digitalista-Jahres! Wir gratulieren den Gewinnern der karriere.at-Ticketverlosung für die kod.io Konferenz in Linz und bedanken uns bei den Sponsoren Karriere.at und Kattus.

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Der nächste Digitalista Stammtisch findet im März statt. Mehr dazu in Kürze auf Facebook.

Das nächste Event wird das Thema „Let’s make money“ von unterschiedlichen Seiten behandeln und am 23. April stattfinden. Termin also schon einmal unbedingt vormerken. Details dazu folgen ebenfalls demnächst.

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Mehr Fotos vom Event gibt es auf unserer Fanpage.

Fotocredit: Teresa Hammerl

1 Kommentar

  1. […] Personal Branding-Event hat einige zum Grübeln über die eigene Marke und das eigene Standing gebracht. Wir sagen: Gut so! […]

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